Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie 20. Februar 2012 High Potentials überschätzen sich In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels haben überdurchschnittlich qualifizierte Absolventen und Berufseinsteiger ausgezeichnete Karriereaussichten. Trotzdem scheitern auch so genannte High Potentials im Berufsleben, so die Erfahrung vieler Personaler. Gründe hierfür sind aus ihrer Sicht vor allem mangelnde Soft Skills: Scheitert ein deutscher High Potential, liegt dies in 94 Prozent der Fälle an Selbstüberschätzung und zu 89 Prozent an mangelnder Fähigkeit zur Selbstkritik. Das ergab die „High Potentials Studie 2011/2012“ der Managementberatung Kienbaum, für die Personaler von 460 Unternehmen aller Größen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. In der Schweiz sind Selbstüberschätzung (95 Prozent) und in Österreich mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik (93 Prozent) ebenfalls Hauptgründe für das Scheitern von High Potentials. Unternehmen können Wunschkandidaten oft nicht gewinnenTrotz der zum Teil mangelhaften Soft Skills sind High Potentials in den untersuchten Ländern begehrt wie nie: 74 Prozent aller befragten deutschen Unternehmen geben an, dass sie rund ein Viertel ihrer Wunschkandidaten nicht für sich gewinnen konnten. In Österreich können rund 60 Prozent der Unternehmen und in der Schweiz 85 Prozent jeden vierten Wunschkandidaten nicht von sich überzeugen. „Diese Zahl hat sich im Vergleich zur Studie aus dem vergangenen Jahr noch einmal erhöht. Die Unternehmen haben erhebliche Schwierigkeiten, diejenigen Talente an sich zu binden, die ihre Ansprüche voll und ganz erfüllen, und müssen deshalb oft Kompromisse eingehen“, sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Kienbaum: High Potentials 2010/2011 Zur Ausgabe "Professionelle Personalauswahl" Zur Ausgabe "Herausforderung Stress" Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell |
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