Nachrichten aus der Wirtschaftspsychologie 16. Februar 2012 Schlechte Noten für Chefs Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Das zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI), für die weltweit 1.279 Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung befragt wurden. So bezeichneten 34 Prozent ihre Chefs als nur manchmal oder niemals effektiv. 37 Prozent sagten, sie seien nur manchmal oder niemals motiviert, ihr Bestes für ihren Chef zu geben. Chef bremst ProduktivitätIm Rahmen der Studie „Lessons for Leaders from the People Who Matter“ gaben die Befragten an, lieber einen Strafzettel oder eine Erkältung hinzunehmen, als ein schwieriges Gespräch mit ihrem Chef zu führen. Zwei von drei Mitarbeitern berichteten von Situationen, in denen Vorgesetze ihr Selbstwertgefühl angegriffen hätten. Die Mehrzahl (53 Prozent) würde nach eigenen Angaben unter ihrem jetzigen Chef 20 bis 60 Prozent produktiver arbeiten, wäre dieser so gut wie der beste Vorgesetzte, die sie erlebt haben. Bemängelt wurde auch, dass Chefs den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter kaum Aufmerksamkeit schenken. So gehen sie niemals oder selten auf ihre Anliegen ein (35 Prozent). Mangelnde FührungskompetenzAber auch an den Führungskompetenzen mangelt es. So wollen 51 Prozent der Führungskräfte meist oder immer alle Probleme lieber selbst lösen, anstatt ihren Mitarbeitern dabei zu helfen, eigenständig Lösungen zu entwickeln. Zudem geben Vorgesetze nur selten oder nie ausreichendes Leistungsfeedback (45 Prozent). Über die Hälfte der Befragten hat sich daher schon einmal überlegt, aufgrund ihres Chefs den Job zu wechseln. 39 Prozent haben das schon einmal getan. Wirtschaftspsychologie-aktuell.de Weiterführende Informationen: Zur Ausgabe "Professionelle Personalauswahl" Zur Ausgabe "Herausforderung Stress" Zum Schnupper-Abo der Wirtschaftspsychologie aktuell |
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